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Beispielhafte Projekte hocheffizienter Gebäude – Strahlkraft auch über die Metropolregion hinaus

CO2-Sparpotenziale im Dornröschenschlaf ...

Es gibt noch tonnenschwere, ungenutzte CO2-Einsparpotenziale bei den Altbauten, die demnächst sowieso saniert werden müssen - aber es fehlt oft die Energiespar-Komponente.

Zirka 24 Millionen Wohnungen stehen zur Sanierung an. Es sind Wohnungen und Häuser, die in der Zeit vor der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1978 gebaut wurden, als ein Liter Heizöl noch 15 Pfennige kostete und die Folgen der übermäßigen Treibhausgasemissionen weitgehend unbekannt waren. In diesen Wohnungen werden jedes Jahr um die 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter buchstäblich verheizt. Da diese Gebäude nun aber nach und nach „in die Jahre“ kommen und die Fassaden oder Dächer saniert werden müssen, werden Jahr für Jahr rund 600.000 Wohneinheiten saniert. Leider sorgen die Bauherren nur in etwa einem Drittel der Fälle dafür, dass die eigenen vier Wände danach auch energetisch auf dem Stand der Technik sind - obwohl sich das sogar rechnen würde!

...sind der Turbo beim Kyoto-Endspurt

Angenommen auch die anderen zwei Drittel der Wohnungen, die nur „kosmetisch“ saniert werden, würden auf „7-Liter-Standard“ gebracht, könnten etwa zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zusätzlich vermieden werden.

In den nächsten zwei Jahrzehnten ist die Sanierung von Altbauten einer der wichtigsten Bereiche, was die Minderung von Treibhausgasen angeht. Die Metropolregion Rhein-Neckar spielt eine entscheidende Rolle für die Erschließung dieser Potenziale, denn sie ist Deutschlands Ideenschmiede für innovative Sanierungen von Altbauten. Der erste Altbau in Europa, der zu einem „3-Liter-Haus“ umgebaut wurde, steht im Ludwigshafener Brunckviertel und war unter anderem Anlass für das dena-Pilotprojekt „Niedrigenergiehaus im Bestand“, das von Deutschland beim Klimagipfel in Johannesburg 2002 präsentiert wurde.

Das Haus der Zukunft hat keine herkömmliche Heizung

Dank wirkungsvoller gesetzlicher Vorgaben sind die energetischen Standards bei Neubauten mittlerweile so hoch, dass das Verbesserungspotenzial hier kleiner ist als bei der Sanierung im Bestand. Trotzdem sind Innovationen langfristig bedeutend, aufgrund der Gebäudestandzeiten von vielen Jahrzehnten bis zu über 100 Jahren. Mittlerweile sind sogar Gebäude ohne eine herkömmliche Heizung möglich, so genannte Passivhäuser: Energie der Sonne, die Abwärme von Geräten und Personen und Erdwärme reichen völlig aus! Auch davon gibt es schon viele in der Region, zum Beispiel die Turnhalle der Kurpfalzschule im Heidelberger Stadtteil Kirchheim. Dort turnen täglich mehrere hundert Grundschüler in einem Passivhaus.

Metropolregion Rhein-Neckar – Ideenschmiede und Know-how-Agglomeration

Die ausgewählten Leuchtturmprojekte aus der Region sind Stellvertreter für viele weitere Spitzenleistungen aus der Region im Bereich der Gebäudeeffizienz. Die Vorreiterstellung in diesem zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereich sichert viele Arbeitsplätze in der Region, unter anderem, weil bedeutende Dämmstoffhersteller hier ihren Sitz haben. Und statt ihr Geld zu verheizen, bleibt den Haushalten in der Region mehr übrig für sinnvolleren Konsum oder die Altersvorsorge.

 

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