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Forschung und Beratung für den Klimaschutz –
ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Als rund 10 junge Naturwissenschaftler der Heidelberger Universität 1978 das IFEU gründeten, gab es den Begriff Klimakatastrophe noch nicht. Doch der Schutz des Klimas ist für die heute etwa 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine der wichtigsten Fragestellungen, zu der Politik, Behörden und Unternehmen Antworten von ihnen erwarten.

Oberstes Anliegen der Gründergeneration war es, unabhängige Forschung zu umweltpolitischen Fragen betreiben zu können. Den Freiraum dazu sollte die Gründung eines Instituts schaffen. Heute ist das IFEU eine gemeinnützige GmbH, deren Gesellschafter langjährige Mitarbeiter des Instituts sind. Etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Fachrichtungen arbeiten zu aktuellen Umweltthemen, nicht nur zum Klimaschutz. Dabei kommen unter anderem Ökobilanzen und Stoffstromanalysen, Untersuchungen zur Optimierung der Kreislauf- und Abfallwirtschaft oder Standort- und Umweltverträglichkeitsprüfungen zum Einsatz.

Was wissen wir wirklich? – Wissenschaft als Basis

Die Basis der Arbeit des IFEU-Instituts ist die wissenschaftliche Forschung. Davon zeugen zahllose Projekte, die in den fast drei Jahrzehnten durchgeführt wurden. So wurde jüngst für die Bundesregierung in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen untersucht, wie die erneuerbaren Energien in Deutschland langfristig und bei größtmöglicher Umweltverträglichkeit ausgebaut werden können. Schon seit vielen Jahren werden Energieverbrauch und Emissionen aller Verkehrsträger in Deutschland mit dem vom IFEU entwickelten und permanent aktualisierten Modell TREMOD ermittelt. Trotz des Schwerpunktes auf naturwissenschaftlichen Fragestellungen spielen auch soziale Fragen bei den Forschungen eine Rolle: Wie wirken sich steigende Energiepreise auf die Handlungsmöglichkeiten einkommensschwacher Haushalte aus?

Was sollte getan werden? – Handlungskonzepte

Anders als zur Gründungszeit des Instituts ist der Schutz des Klimas heute auf vielen Handlungsebenen bereits als Ziel definiert. Konfrontation ist vielfach der Kooperation gewichen. Mehr denn je sind konkrete Lösungen gefragt, um Klimaschutz mit wirtschaftlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Mehr noch: Klimaschutz birgt Potenziale, um Innovationen in Politik und Wirtschaft auszulösen. Anspruchsvolle, aber gangbare Konzepte anzubieten und gleichzeitig Zukunftsperspektiven durch den Umwelt- und Klimaschutz aufzuzeigen – darin sieht das Institut seine wichtigste Aufgabe.

Klimaschutzkonzepte entwickelte das ifeu-Institut unter anderem für Kommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar, wie zum Beispiel für Heidelberg, Mannheim und Viernheim. Dabei werden wichtige Akteure von Anfang an mit in die Ausarbeitung der Handlungspläne einbezogen. Schließlich sollen diese Akteure die Konzepte anschließend umsetzen. Aber auch für die Bundesebene wurden Vorschläge unterbreitet, wie zum Beispiel Strom in Haushalten und Gewerbebetrieben effizienter eingesetzt werden kann und welche politischen Instrumente dafür notwendig wären. Aktuelle IFEU-Arbeiten im Auftrag der Europäischen Union beleuchten die Frage, ob die Einführung des Emissionshandels in Europa auch für den Verkehr machbar und sinnvoll wäre.

Vielfach stehen verbrauchernahe Themen im Zentrum. Zum Beispiel stellte das IFEU in einem Projekt für den Bundesverband der Verbraucherzentralen fest, dass der neue Energieausweis für bestehende Gebäude auf der Basis von berechneten Modellen hilfreicher für Hauskäufer und Mieter ist als auf der Basis von tatsächlichen Verbrauchswerten.

Und wirkt´s? – Evaluationen

Was nützen die besten Maßnahmen, wenn sie die Menschen und die Umwelt nicht erreichen? Deshalb widmen sich viele Arbeiten im Institut der Frage nach den tatsächlichen Wirkungen von Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten, die so genannten Evaluationen. Zum Beispiel wurden gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut EMNID Personen interviewt, die sich von der Energieberatung der Verbraucherzentralen beraten ließen. Es zeigte sich, dass die Beratenen viele der Hinweise aus der Beratung umsetzen konnten. In ähnlicher Form wurde untersucht, wie sich die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Baden-Württemberg auswirkt, oder ob die Kunden der Stadtwerke Heidelberg Zusatzinformationen in der Stromrechnung hilfreich fanden.

Das sollten alle wissen! – Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit

Damit das vorhandene Wissen nicht auf geduldigem Papier unbeachtet bleibt, hilft das Institut auch dabei mit, es auf vielfältigen Wegen attraktiv zugänglich zu machen. Sei es durch die Unterstützung der Energiesparprojekte an Schulen in der Metropolregion, durch die Gestaltung und Pflege von Internetseiten oder die Erarbeitung von Broschüren, wie zum Beispiel einer Klimaschutz-fibel für die Stadt Mannheim. Mittlerweile reichen diese Aktivitäten bis in ferne Länder. Genannt sei hier beispielhaft die Organisation eines Energiesparworkshops in China, einem Land, das für den globalen Klimaschutz künftig eine Schlüsselrolle spielen wird.

Ansprechpersonen

Dr. Ulrich Höpfner, Geschäftsführer,
Leiter Fachbereich Verkehr
Markus Duscha, Leiter Fachbereich Energie
ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg
Wilckensstraße 3, 69120 Heidelberg
Tel.: (06221) 4767-0
Internet: www.ifeu.de

 

 

 

 
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