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Beispielhafte Projekte - Industrie in der Metropolregion Rhein-Neckar In den drei Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg der Metropolregion Rhein-Neckar sind mehrere 10.000 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen zuhause. Damit gehört der Rhein-Neckar-Raum zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Überdurchschnittlich viele börsennotierte Unternehmen haben hier ihren Sitz. Allein BASF und SAP vereinen mit einer Marktkapitalisierung von 52 Milliarden Euro rund 13 Prozent des gesamten DAX-Marktkapitals auf sich. Das Bruttoinlandsprodukt liegt mit 27.000 Euro pro Kopf über dem Bundesdurchschnitt. Die Region ist Entscheidungszentrum bedeutender international agierender Konzerne, darunter mehrere Europa- und Weltmarktführer: Die Heidelberger Rudolf Wild GmbH, Produzent von „Capri-Sonne“, ist das größte Privatunternehmen der Welt. Größter Arbeitgeber der Region ist die BASF. Traditionsreiche Geschichte Die Stärke der Region hat ihre Wurzeln in einer traditionsreichen Industriegeschichte, die Erfindungen wie den Traktor oder das Automobil hervorgebracht hat. Da Industriebetriebe häufig einen großen Energieverbrauch haben, spielen sie bei allen Strategien zur CO2-Reduzierung eine wichtige Rolle. Eine Industrie mit effizienten Kraftwerken ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Große industrielle Energieumwandlungsanlagen, wie das Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk von BASF oder das Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungskraftwerk von Freudenberg in Weinheim zeigen hier beispielhaft die Möglichkeiten und Spitzenleistungen auf. Zusätzlich sichern sich manche Betreiber dieser Anlagen eine weitere Einnahmequelle: Jede Tonne gespartes CO2 bedeutet nämlich, dass das entsprechende Kontingent an Emissionsrechten nicht gebraucht wird und verkauft werden kann, wenn das Unternehmen im europaweiten Emissionshandel mitwirkt. So stehen beispielsweise die Heidelberger WILD-Werke auf der deutschen Anlagenliste zum Emissionshandel, ebenso wie BASF, Saint-Gobain ISOVER oder das Freudenberg-Kraftwerk in Weinheim. Beispielhafte Projekte Wie ein zukunftsweisendes Komplettpaket aussehen kann, zeigt die Zwingenberger Chemiefirma SurTec. Ihr Firmengebäude ist die erste Fabrik Europas, die als Passivhaus konzipiert und gebaut wurde. Aber nicht nur was die Gebäudeeffizienz angeht, ist SurTec vorbildlich. Das Unternehmen überzeugt mit hohen Umweltstandards: Die hier produzierten Spezialreiniger für Metalloberflächen werden auf Wasserbasis hergestellt und bestehen aus möglichst biologisch abbaubaren Rohstoffen. Ein bedeutender Motor für Innovationen ist häufig das betriebsinterne Umweltmanagement der Firmen, das Voraussetzung für die Zertifizierung nach ISO 14001 ist. Bei den WILD-Werken beispielsweise zeigte sich, dass beim schwierigen Thema Verkehr bisher ungenutzte CO2-Sparpotenziale schlummerten, sogar mit wirtschaftlichen Vorteilen. Durch die Verlagerung von Rohstofftransporten vom LKW auf die Schiene gewinnt die Firma eine höhere Versorgungssicherheit und erspart der Umwelt eine erhebliche Menge an CO2 und anderen Luftschadstoffen.
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