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Chance für Kinder und Jugendliche – Energieeffizienz und Klimaschutz sind an Schulen in der Metropolregion schon lange keine Fremdworte mehr. Ziel der Energiesparprojekte an Schulen, die seit Mitte der neunziger Jahre in der Metropolregion initiiert wurden, ist die frühzeitige Heranführung junger Menschen an den Themenbereich Energie und Umwelt sowie zugleich die Einsparung von Energie an den Schulen. Durch die Verhaltensänderungen der Gebäudenutzerinnen und -nutzer können Energie gespart, Kohlendioxid-Emissionen vermieden und damit auch die städtischen Haushalte entlastet werden. Die Schulen werden bei ihren Bemühungen mit Beratung und Materialien unterstützt und durch Wettbewerbe und finanzielle Erfolgsbeteiligungen („Prämiensysteme“) motiviert. Viele kreative Aktionen wie zum Beispiel Energierallyes, Energiesparwettbewerbe, Energietheater und Energierundgänge zur Identifikation von Energielecks laden zur Beschäftigung mit dem Thema ein. Zudem wurden Materialien und Anlagen beschafft, die die Arbeit vor Ort unterstützen, wie zum Beispiel die „Energiebox“ für Vorschulkinder, Solaranlagen auf Schuldächern, ein Energieinfomobil sowie Messkoffer zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit der „Energie-Teams“. Solarmobile und Solarboote für den deutschen Solarbootcup wurden gebaut. Somit sind erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen in vielen Schulen der Metropolregion ein integraler Bestandteil des Schulalltages geworden. Ein weiteres Ziel dieser Projekte ist es, Energie- und Klimaschutzthemen in den Unterricht und in die Lehrpläne zu integrieren. Bei der Entwicklung der Schulprofile werden in vielen Schulen Umweltgesichtspunkte in die Präambel aufgenommen und Unterrichtseinheiten zum Thema Klimaschutz entwickelt. Zusammen haben die aktiven Schulen der Metropolregion viel Geld für die städtischen Haushalte der Metropolregion, Tausende von Kilowattstunden Energie und viele Tonnen Kohlendioxid gespart. Die Projekte in Heidelberg, Ludwigshafen, Viernheim und Mannheim Seit einigen Jahren führen verschiedene Kommunen in der Metropolregion systematisch Programme zum Thema Energiesparen in Schulen durch. Einige davon seien hier benannt: In Heidelberg werden seit 1995 durch das städtische Umweltamt gemeinsam mit den Schulen sogenannte „E-Teams“ eingerichtet. Seit 2002 führt die Stadt Ludwigshafen Programme zur Energieeinsparung in Schulen durch. Mittlerweile beteiligen sich in Heidelberg 19 Schulen, in Ludwigshafen 13 Schulen an den Energiesparprojekten. Drei Schulen haben in Heidelberg bereits ein eigenes Umweltmanagement aufgebaut und wurden nach dem Europäischen Umweltmanagementsystem „EMAS“ zertifiziert. Unterstützt wurden die Schulen von der Stadtverwaltung der jeweiligen Städte, den lokalen Energieversorgungsunternehmen (TWL, SWH) und teilweise durch das ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg per Auftrag der Städte oder kommunalen Versorger. Am Projekt „Wirtschaftsmodell Schulen“ haben in Mannheim 39 Schulen in den Teilbereichen Energie- und Wassereinsparung teilgenommen. In diesem Gemeinschaftsprojekt arbeitete der Fachbereich Hochbau, das Schulverwaltungsamt, die MVV Energie AG sowie das Heidelberger ifeu-Institut zusammen. Umgesetzt wurden Maßnahmen wie die zusätzliche Ausstattung mit thermostatischen Heizkörperventilen, Bewegungsmelder für Flurbeleuchtungen, Einbau wassersparender Armaturen usw. Das pädagogische Ziel des Projektes war, Einfluss auf das Nutzerverhalten von Schülern, Lehrern und allen Beteiligten im Sinne eines sparsamen Umgangs mit Energie und Wasser zu nehmen und zu festigen. Das Wirtschaftsmodell Schulen mit seinem Schwerpunkt „Energie“ hat in einzelnen Schulen Energieeinsparungen von über 20 Prozent bewirkt. In Viernheim gründete sich nicht nur ein Energieteam, sondern eine Energieagentur, die in eigener Regie wirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen an der Schule umsetzte. Aber nicht nur in der Schule, sondern auch außerhalb wurden viele andere Lernorte in der Metropolregion geschaffen, um Kindern Natur- und Umweltthemen anschaulich näher zu bringen. Hierzu sei ein Beispiel beschrieben. Solar- und Wasserspielplatz im Zoo Im Heidelberger Zoo befindet sich ein Wasser- und ein Solarspielplatz, auf dem Kinder und Jugendliche spielerisch die Energie des Wassers und der Sonne kennen lernen können. In einem Parabolspiegel wird die Wärme der Sonne erlebt. In Wettstreit mit der Sonne kann getreten werden, indem eine Wasserfontäne mit eigener Muskelkraft mit einem Fahrrad sowie mit Solarstromzellen betrieben wird. Auf dem Wasserspielplatz erfahren Kinder anschaulich, wie ein Wasserkraftwerk bzw. ein Wasserrad funktioniert. In den Energie-lehrpfad wurden neben diesen beiden „Energiespielplätzen“ eine PV-Anlage und eine Biogasanlage, die unter anderem Exkremente der Zootiere verwendet, integriert.
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