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Stadtmobil CarSharing macht das eigene Auto überflüssig und liftet die CO2-Bilanz Autofahren ist teuer. Und das, obwohl der Freund auf vier Rädern meist mehr steht als fährt: Weniger als eine Stunde ist ein bundesdeutsches Auto im Durchschnitt pro Tag in Bewegung. In der verbleibenden Zeit könnte jemand anders es nutzen. Genau das organisiert Stadtmobil CarSharing. Stadtmobil macht für 2600 Kunden das eigene Auto überflüssig Angefangen hat es vor fast 15 Jahren: 20 überzeugte Wenigfahrer des Vereins Ökostadt Rhein-Neckar begannen mit zunächst je einem Auto in Mannheim und Heidelberg ein so genanntes „CarSharing“. Sie nutzten die beiden Fahrzeuge gemeinsam und teilten sich die Kosten. Das klappte so gut, dass bald mehr Menschen mitmachten. Mittlerweile entwickelte sich die pfiffige Idee von einem Vereinsprojekt zu der erfolgreichen Aktiengesellschaft „Stadtmobil Rhein-Neckar“ mit über 2.600 Kunden und rund 120 Fahrzeugen. Im Geschäftsjahr 2005 wuchs der Kundenstamm um zehn Prozent und allein in Mannheim stehen mittlerweile 50 Fahrzeuge, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur die tatsächlichen Fahrten bezahlen und immer ein reservierter Parkplatz CarSharing ist eine interessante Alternative für alle, die zwar wenig Auto fahren, aber doch nicht ganz auf einen fahrbaren Untersatz verzichten möchten. Die Fahrzeuge stehen an zentral gelegenen Orten auf reservierten Stellplätzen und werden mit einer Chipkarte geöffnet. Bezahlt werden, neben einem geringen monatlichen Betrag, die gefahrenen Kilometer und die gebuchte Zeit. In dem Preis ist von Benzin über die Vollkaskoversicherung bis hin zu TÜV-Gebühren alles enthalten. Um Wartung, Pflege und alle anderen Dinge rund um die Fahrzeuge kümmern sich die zehn Mitarbeiter von Stadtmobil. Zudem bekommen CarSharer das CarSharing Verbundticket für das komplette Verbundgebiet des VRN für nur 51 Euro monatlich. Normalerweise muss man für das Rhein-Neckarticket 63,50 Euro zahlen. Bei weniger als 1.000 Kilometern im Monat ist Auto-Teilen billiger Für alle, die im Jahr weniger als 12.000 Kilometer mit dem Auto unterwegs sind, ist nach Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums CarSharing billiger als ein eigenes Auto. Dabei ist das organisierte Auto-Teilen insbesondere bei Menschen mit einem überdurchschnittlichen Einkommen beliebt. Sie hätten also durchaus das nötige Kleingeld für ein eigenes Auto. Typische CarSharer haben aber ein eher sachliches Verhältnis zum Auto und so fällt ihnen die rationale Wahl des geeigneten Verkehrsmittels leichter. Sie kal-kulieren genauer, nutzen das Auto gezielt für bestimmte Zwecke und entscheiden sich für das Auto-Teilen, weil sie damit Geld sparen und zugleich die Umwelt schonen können. Durchweg gute Noten von der Stiftung Warentest Die Kunden können – nach Bedarf auch ganz kurzfristig – per Internet oder Telefon über die rund um die Uhr besetzte Buchungszentrale Autos buchen. Mehr als 80 Prozent aller Fahrten werden weniger als 24 Stunden vor Fahrtbeginn gebucht, und dennoch ist in über 95 Prozent der Fälle das gewünschte Fahrzeug frei. Sogar die Stiftung Warentest hebt in einem Test der bundesdeutschen CarSharing-Anbieter die gute Verfügbarkeit der Fahrzeuge hervor. Besonders in den Kerngebieten von Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen ist das Leben offensichtlich bequemer ohne eigenes Auto, denn hier verzeichnet Stadtmobil die höchsten Zuwachsraten. Für alle, die für den täglichen Arbeitsweg nicht auf ein Auto angewiesen sind, überwiegen hier klar die Vorteile. Das ÖPNV-Angebot stimmt. Alles, was man jeden Tag braucht, gibt es um die Ecke und mit einem Stadtmobil-Fahrzeug muss man garantiert keinen Parkplatz suchen. Ganz nebenbei entlasten die Teil-Autos sogar die Innenstadt: Jeder Stadtmobil-Wagen ersetzt sechs bis acht Privatfahrzeuge. Allein in der Mannheimer Innenstadt werden durch die 50 Stadtmobil-Autos zwischen 300 und 500 Parkplätze weniger gebraucht. Auto teilen bedeutet Parkplätze, Geld und CO2 sparen Die Fixkosten der Fahrzeuge werden beim CarSharing komplett auf den Kilometer- und den Zeitpreis umgelegt. Das Einsparpotenzial pro Fahrt ist also erheblich größer als beim eigenen Auto. Das hat zur Folge, das CarSharer sich genau überlegen, ob die Fahrt mit dem Auto wirklich sein muss. Sie legen deshalb deutlich weniger Kilometer mit dem Auto zurück als ein durchschnittlicher Autobesitzer. Eine Untersuchung des Münchner Verkehrsverbunds zeigte beispielsweise, dass CarSharing-Neukunden vorher im Durchschnitt 11.300 Kilometer pro Jahr mit ihrem Auto unterwegs gewesen waren, als Auto-Teiler aber nur noch 2.500 Kilometer. Da die CO2-Emissionen pro Personenkilometer bei Autofahrten aber deutlich höher sind, als mit der Bahn oder gar mit dem Fahrrad, sparen „CarSharer“ auch CO2 ein. Eine Schweizer Studie beziffert die CO2-Einsparung pro Jahreskunden mit rund 200 Kilogramm CO2, das entspricht etwa 80 Litern Benzin. Ansprechperson Claudia Braun
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