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Glossar

Biogas

Biogas ist ein Gemisch von Methan, Kohlendioxid und anderen Nebenbestandteilen. Methan setzt bei seiner Verbrennung Energie frei. Biogas entsteht, wenn Biomasse unter Abschluss von Sauerstoff „vergärt“, d.h. die Biomassebestandteile miteinander chemisch reagieren. Dieser auch in der Natur auftretende Prozess wird in den Biogasanlagen technisch gesteuert.

Biomasse

Die organische Trockenmasse und die darin gespeicherte Energie lebender Organismen. Biomasse kann entweder direkt durch Verbrennen (z.B. Holz), indirekt durch Umwandlung zu Alkohol (z.B. von Zuckerrüben) oder durch Gewinnung brennbarer Öle (z.B. von Sojabohnen) als Brennstoff dienen.

Blockheizkraftwerke, BHKW

Blockheizkraftwerke (BHKW) sind meist kleinere Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten: Diesel- oder Gasmotoren treiben Generatoren an und erzeugen Strom; gleichzeitig wird die Abwärme der Motoren nutzbar gemacht. Da in einem Prozess Strom und Wärme produziert werden, ist der Wirkungsgrad solcher Anlagen entsprechend hoch.

Dort, wo über das ganze Jahr hinweg ein hoher Wärmebedarf besteht (beispielsweise in Schwimmbädern, Krankenhäusern oder Industriebetrieben), ist der Einsatz von BHKW besonders wirtschaftlich. BHKW haben einen hohen Wirkungsgrad von rund 85 Prozent, weswegen der Schadstoffausstoß je erzeugter Energieeinheit sehr gering ist.

Brennstoffzelle

In einer Brennstoffzelle verbinden sich Wasserstoff und Sauerstoff in einer kontrollierten Reaktion, der sog. „kalten Verbrennung“ (ohne Flamme). Dabei wird elektrische Energie und Wärme erzeugt, ohne dass es zu schädlichen Emissionen kommt. Der Wasserstoff kann entweder in reiner Form verwendet oder aus anderen Brennstoffen (z.B. in Erdgas, Methanol, Benzin) bezogen werden. In diesem Fall entstehen geringe Emissionen.

Im Prinzip ist die Funktionsweise der Brennstoffzelle die Umkehrung der Elektrolyse, bei der durch Anlegung einer elektrischen Spannung Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten wird.

Brennwertkessel

Brennwertsysteme sind in der Lage, einen Teil der im Wasserdampf des Abgases enthaltenen Wärme zu nutzen, was bei der überwiegenden Zahl heutiger Heizungssysteme (Niedertemperaturheizungen) nicht geschieht. Damit sind Brennwertkessel um einige Prozentpunkte effizienter als herkömmliche Heizungen.

Contracting

Contracting ist ein Dienstleistungskonzept, das darauf abzielt, die Effizienz bei der Energieerzeugung, -umwandlung und -nutzung durch Know-how und eine geschickte Finanzierung zu verbessern. Ein außenstehender Investor – Contractor genannt – übernimmt je nach Vertragsumfang Planung, Finanzierung, Bauausführung sowie den laufenden Betrieb des Investitionsprojektes (z.B. Errichtung eines Blockheizkraftwerkes, energetische Sanierung eines Gebäudes). Als Gegenleistung erhält er dafür einen vorab vereinbarten Teil der eingesparten Energiekosten, bis seine Aufwendungen für Finanzierung, Planung und Controlling bei Vertragsende abgegolten sind und auch ein Gewinn für ihn übrig bleibt.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist das wesentliche Element des Þ Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen können diesen zu einem festen Vergütungssatz an den jeweiligen Netzbetreiber verkaufen und ins öffentliche Netz einspeisen. Der Netzbetreiber ist zur Abnahme verpflichtet.

Emission

Emissionen sind die von einer Anlage, einem Gebäude oder einem Verkehrsmittel in die Umwelt (Boden, Wasser, Luft) abgegebenen gasförmigen, flüssigen und festen Stoffe. Auch die Abgabe von Strahlung, Geräuschen und Gerüchen gilt als Emission. Die Einwirkung von Emissionen wird als Immission bezeichnet.

Energieeinsparverordnung, EnEV

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) definiert Mindeststandards für neue und bestehende Wohngebäude sowie Nicht-Wohngebäude hinsichtlich der Dämm-Eigenschaften und der Qualität der Anlagentechnik. Sie ist am 1. Februar 2002 in Kraft getreten und fasst die bisherige Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagen-Verordnung (Gebäude, Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung) zusammen.

Erdkollektor

Man nutzt mittels Erdkollektoren die relativ konstanten Bodentemperaturen im Winter zur Beheizung und im Sommer zur Kühlung von Gebäuden. Ein Erdkollektor besteht aus im Erdreich horizontal verlegten Kunststoffrohren, in denen eine Flüssigkeit zirkuliert, die den Energietransport vom Erdreich zu einer über einen zweiten Kreislauf angeschlossenen Þ Wärmepumpe übernimmt.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde im Jahr 2000 in Deutschland erstmalig beschlossen. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen.

Für den eingespeisten Strom aus Wasserkraft, Deponie-, Klär- und Grubengas, Biomasse, Geothermie, Windenergie sowie solarer Strahlungsenergie werden Vergütungssätze festgelegt (s. Einspeisevergütung). Finanziert wird die Einspeisevergütung über die Endkunden (Umlage auf den Energiepreis).

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